Geschenktes Leben - Lebensweisheiten

 

 

Der Sinn des Lebens

 

 

Unser Leben hat einen Sinn, wenn wir ihm einen geben.

Die Existenz an sich ist sinnlos, was nicht heißt, dass es keinen Sinn hat zu leben, sondern der Sinn spielt da einfach keine Rolle.

Um unsere Existenz zu rechtfertigen, haben wir Menschen, den Sinn erfunden und dann das Ganze tausendfach interpretiert.

Das Sein ist schon der Sinn, so wie der Weg das Ziel ist. Wenn es keinen Menschen gibt, dann gibt es auch keinen Sinn. Oder hat die Existenz eines Steins einen Sinn? Nur der Mensch gibt ihm diesen Sinn. Deswegen ist die Frage, ob das Leben einen Sinn hat an sich falsch. Nur der Mensch stellt sich die Frage, aber das Leben ist nicht nur Mensch, dazu gehören ebenso Tiere und Pflanzen.

Fragen Sie mal einen Schakal, ob sein Leben einen Sinn hat oder eine Ameise oder eine Eiche. Sie existieren einfach und darin liegt auch der Sinn, ohne darüber nachzudenken. Der Sinn ist nur eine Rechtfertigung der Zukunft, die sowieso eine Utopie ist. Wenn wir die Zukunft vergessen, erlischt auch der Sinn des Ganzen, was bleibt ist die Unmittelbarkeit des Jetzt.

 

 

 

Jeden Tag einen neuen Kontinent entdecken

 

 

Wenn du das Gefühl hast, nichts mehr in deinem Leben  entdecken zu können, dann bist du schon gestorben! Es geht hier darum, dass du die Dinge im Leben selbst (neu) entdeckst und nicht auf einem goldenen Tablett aus zweiter Hand serviert bekommst  

Schau dich um:

Ist das alles wirklich so selbstverständlich, wie es auf dem ersten Blick aussieht? Alles, was du um dich herum siehst und zu kennen glaubst, ist nur das Ergebnis deiner Speicherung. Du hast all diese Dinge zum ersten Mal gesehen und seitdem aufgehört sie zu erforschen. Jetzt siehst du tagtäglich vor langer Zeit gespeicherte Version der Wirklichkeit. Du siehst das Gesehene, wie es vor langer Zeit aussah.

Du siehst nicht Mal das Ding selbst, sondern die Vorstellung dessen, was in deinem Kopf seit langer, langer Zeit als totes Ding existiert. Und das gilt fast für alles, was du siehst, selbst die Menschen, die du einmal kennengelernt hast. Das gilt aber auch für dich, auch du bist ein Mix aus vergangenen Feststellungen, Überlegungen und Erfahrungen. Auch du kannst dich selbst neu entdecken, du sollst nur die Schätze freilegen, die in dir schlummern. Du wirst überrascht sein.

Höre nie auf zu entdecken!

Je nach deiner Prägung und Lebenseinstellung wirst du überall kleine und große Dinge sehen, in denen stets etwas Neues zu finden sind. Und das sind Momente in unserem komplexen Leben, die uns inspirieren, motivieren und ein wunderschönes Lächeln auf unserem Gesicht zaubern….

 

 

 

Das innere verrückte Kind

 

 

Wir werden erwachsen und denken, dieses kleine niedliche Kind, das wir einmal waren, hat uns bis in alle Ewigkeit verlassen. Das Kind, das so umsorgt war, von allen geliebt und behütet, frei und ungezwungen, ehrlich und genießerisch… Wo ist es nur hin, dieses Kind, das wir mal waren? Ist es wirklich ganz weg oder ist noch etwas von dem in uns?

Das Kind, das nachts Sterne beobachtete und ab und zu „komische“ und naive Fragen an die Eltern stellte, mit den Tieren sprach und im Bett von Märchenwelten träumte. Das Kind, das es nicht nötig hatte irgendetwas in ihm zu unterdrücken, sei es lautes Lachen und noch lauteres Weinen. Es konnte sogar staunen, wenn es etwas Aufregendes sah, seine Augen wurden groß und größer. Es reagierte im Gegensatz zu vielen Erwachsenen und wusste instinktiv, dass jede Handlung eine Resonanz braucht.

Ja, dieses Kind soll zurückgeholt werden.

Es ist nie wirklich weg gewesen. Es hat im Stillen beobachtet, wie seine „erwachsene“ Version alles im Leben verkompliziert und verklärt hat und nie wirklich verstand, was aus ihm geworden ist.

Reiche ihm doch die Hand und hol es zurück in dein Leben, du brauchst es jetzt mehr denn je…

 

 

 

Der leuchtende Stein

 

 

Es gibt in unserem Leben Ereignisse, Fälle, Erinnerungen, aus denen etwas Heiliges in uns wächst, es wächst und gedeiht, jahrelang, und irgendwann wird es zu einer unausgesprochenen und namenlosen Angelegenheit, die wir stets mit und in uns tragen und mindestens einmal am Tag daran denken. Manchmal ist es auch ein Hilferuf. Auf jeden Fall lässt uns der Gedanke daran zu einem besseren Menschen werden, reinigt und wäscht uns und gibt uns eine abstrakte Hoffnung für die Zukunft. Vielleicht leuchtet es uns lebenslang den Weg, trägt uns durch schwere Zeiten.
Ich nenne es den leuchtenden Stein.
Immer, wenn es schwer wird und wenn das Leben den Sinn zu verlieren scheint, dann stelle ich mir diesen leuchtenden Stein vor und durch ihn werden mir all die Schätze bewusst, die ich in mir trage. Mir wird auch dadurch bewusst, wie reich ich bin.
Wenn er auch in deinem Leben leuchtet, dann nimm es mit beiden Händen und pflege ihn jeden Tag. Lass ihn nie in deinem Leben rosten und verdunkeln. Werde dir dessen immer bewusst, wofür dieses Leuchten in deinem Leben steht.
Er ist dein Gott. dein Freund, dein Geliebter.
Der Stein leuchtet in dir und zeigt dir stets den richtigen Weg.
Du brauchst nur an ihm zu denken und er ist sofort da.
Er kostet nichts und ist auch nicht bei jemand anders zu holen.
Er war, ist und wird immer in dir sein.

 

 

 

 

Das Glückszimmer

 

 

Du weißt es!

Du weißt es ganz genau, dass das Glück in dir lebt.

Nur weil du es nicht zu genüge pflegst, hast du den Eindruck, dass es kommt und geht wann es will. Fragt dich nie was, verlässt dich für lange Zeit und kommt dann irgendwann völlig unangemeldet. Na ja, denkst du, wenigstens besucht es mich, selbst wenn es nur einige Minuten da bleibt. Aber eher du dich versiehst, ist es wieder fort von dir.

„Hey, bleib doch noch bisschen bei mir… bitte!“

Möchtest du zurufen, aber das kommt dir albern vor und du schweigst lieber, erträgst es mal mit und mal ohne Fassung, diesen Zustand ohne Glück. Und so geht es endlos weiter, ein Leben in der ständigen Erwartung – dass es dich demnächst vielleicht wieder besucht.

Dabei ist es nie wirklich weg, das Glück.

Es zieht sich nur in einem unsichtbaren Zimmer irgendwo in dir zurück und du merkst es nicht mal. Der Pfad scheint zugeschüttet. Aber die gute Nachricht ist: Die Tür des Zimmers ist für dich immer offen. Ihm würde es gefallen, wenn du es auch mal besuchst.

Wenn du es noch nie getan hast, tu es jetzt! Spring über deinen Schatten und gehe zu ihm, akzeptiere einfach, werde dir bewusst, dass  es in dir lebt und du wirst es nie bereuen.

Dann begegnest du ihm vielleicht jeden Tag.

 

 

 

 

 

Vom Opfer zum Geschenk

 

 

Das Universum hat uns unser leben geschenkt.

Das ist ganz klar.

Aber wie wäre es damit, wenn wir uns auch als Geschenk für das All sehen? Sollte es kein anderes intelligentes Leben im All geben – und bis jetzt kennen wir nur unsere Spezies, dann sind wir tatsächlich ein Geschenk für das Universum. Wesen, die selbstständig handeln können. Wesen, die imstande sind Epochen zu schaffen, Städte zu bauen, zu reisen und philosophische Traktate zu erschaffen.

Natürlich nicht nur…

Auch Wesen, die zerstören und viel Böses anrichten können.

Die Spezies, also wir – du und ich, sind das ungewöhnlichste und klügste, was das All (Was wir bis jetzt wissen) hervorgebracht hat. Zu wissen, dass man ist, der eigenen Existenz bewusst sein, das können bis jetzt nur Menschen und diese Wesen, also wir, verkörpern gegenwärtig das All als Persönlichkeiten.

Das Universum schaut auf uns und erkennt darin sich selbst.

Egal wie ich bin und was ich tue, ich bin seine Schöpfung.

Es kann durch mich wirken und die leblose Weite verlassen, sich manifestieren und Liebe Empfinden. Durch uns kommt das Leben in die leblosen Räume des Universums, Liebe und Leidenschaft, und dessen ist das Universum durchaus bewusst.

Es hat durch unsere Existenz sich selbst ein Geschenk gemacht.

 

 

 

 

Dankbarkeit

 

 

Die erste große Dankbarkeit  sollte dieser Chance gelten, die uns allen gegeben worden ist – die Chance das große Mysterium namens LEBEN kennenzulernen und es letztendlich auch zu leben. Wir sollten das immer vor Augen haben, immer in unserem Bewusstsein tragen – danke!

Weil Menschen unbedingt einen Adressanten brauchen, haben sie  die übernatürlichen Menschen erfunden, die die Namen Götter bekamen. Irgendjemand muss es ja gemanagt haben, es kann doch nicht alles von alleine entstanden sein, und das mit solcher Präzision und mit solchem gigantischen Ausmaß. In unserer Vorstellung muss es ein Wesen sein, der uns von oben anschaut und die Straffzettel für uns schreibt… Und wenn wir doch der Ansicht sind, dass es einen persönlichen Schöpfer gar nicht gibt, an wen sollen wir dann unsere Dankbarkeit richten? Ohne jegliche Adresse? Oder unsere Gebete? Unsere Klagen? Wer ist derjenige, der über uns steht und zuhört?

Du bist das!

Nicht weil du so toll oder weise bist, sondern weil du all das, was du beim übernatürlichen Schöpfer suchst, bereits in dir hast.

 

 

 

 

Grenzen im Kopf

 

 

Allgemein denken wir, dass die Grenzen uns schützen.

Ist das aber wirklich so?

Schützen sie nicht eher unsere Ängste? Ängste vor etwas Neuem?

All diese Grenzen in unserem Leben tragen dazu bei, dass wir Stück für Stück Grenzen auch in unseren Köpfen schaffen. Diese Grenzen bestimmen unser Leben, sie sind bereits seit unserer Kindheit in unseren Köpfen reingewachsen und es bedarf sehr viel Wachheit und vor allem sehr viel Mut und Einsicht, um sie zu demontieren. Diese Grenzen machen uns blind für natürliche Schönheit des Lebens und verringern deutlich unsere Chancen auf ein erfülltes und glückliches Leben. Diese Blindheit schränkt die Qualität unseres Lebens massiv ein. Erst wenn wir diese auferlegten, künstlichen Grenzen aufheben, wird uns die Intensität und die Fülle unserer Existenz sichtbar.

- Mensch, war ich blind! Werden wir womöglich nach unserem Erwachen laut schreien.

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß – nach diesem Prinzip lebt vermutlich der Großteil der Menschheit. Wenn jemand sein ganzes Leben im Gefängnis verbracht hat, kann sich nicht wirklich vorstellen, wie es ist, in der Freiheit voller neuen Chancen zu leben.

Jede gesprengte Grenze im Kopf bedeutet den Weg frei für neue Möglichkeiten. Das Unmögliche erscheint plötzlich möglich und die Ängste, diese verdammte Aängste verschwinden endlich.